„Von Ketsch aus wird die ganze Welt wachgehalten“, stellte der Landtagsabgeordnete der Grünen Dr. Andre Baumann beeindruckt fest. Gemeinsam mit der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Ketscher Gemeinderat Heike Schütz, dem Gemeinderat Günther Martin und Nikolaus Eberhardt, Sprecher des Ortsverbands der Grünen Ketsch, hat Baumann die Kaffeerösterei „NewCoffee“ in Ketsch besucht. Der Termin fand im Rahmen von Baumanns Sommertour in seinem Wahlkreis Schwetzingen statt. „Ich finde es großartig, dass mit dieser Traditionsrösterei hier in Ketsch, in meinem Wahlkreis, eine der größten Kaffeeproduktionen weltweit ansässig ist“, so Baumann weiter. „Sie produzieren große Mengen wunderbaren Kaffees für Aldi Süd, und das auch noch sehr nachhaltig.“
Michael Körnig, Geschäftsführer der NewCoffee GmbH & Co. oHG, berichtete den BesucherInnen über die Historie und Unternehmensphilosophie, über aktuelle sowie zukünftige Projekte und führte die Gruppe durch das Unternehmen. Bereits seit 1961 wird in der Traditionsrösterei Kaffee produziert. „Nachhaltigkeit ist bei uns operative Praxis, bezüglich Rohkaffee, Verpackung, Energie und Ausschuss“, berichtete Körnig. Diese Nachhaltigkeit zeige sich unter anderem in eigenen Solarzellen auf dem Dach des Unternehmens, der 100-prozentigen Nutzung von Ökostrom und darin, dass generell Energieeffizienz eine sehr große Rolle bei der Automatisierung der Produktion spiele.
„Effizienz ist Teil unserer DNA. Unser Ziel ist es seit der Gründung, guten Kaffee für alle möglich zu machen“, so Körnig weiter. Ursprünglich als Zulieferer für Aldi Süd gegründet, beliefert die Rösterei in Ketsch mittlerweile Aldi Süd weltweit mit einem großen Teil der Eigenmarkenkaffees. Mit etwa 35.000 Tonnen Produktionsvolumen im Jahr versorgt „NewCoffee“ Filialen in den Ländern USA, Irland, UK, China, Australien, Schweiz, Italien, Ungarn, Slowenien und Österreich mit Kaffee. Möglich machen das rund 200 Mitarbeitende, Körnig: „Unser Kaffeesortiment bietet die gesamte Palette im Bereich Röstkaffee: als Bohne, Filterkaffee, Kapsel oder Pad, mit mildem oder kräftigem Charakter und verschiedenen Aromen.“
Die Rohbohnen, die bei „NewCoffee“ verarbeitet werden, stammen aus den verschiedensten Ländern der Erde, wie etwa Kenia, Honduras, Brasilien, Indien, Indonesien oder Vietnam. Beeindruckt zeigten sich die BesucherInnen davon, dass das Unternehmen Verantwortung übernimmt, indem es nach eigenen Angaben den Kaffee ausschließlich aus sogenannten „3rd-party“-zertifizierten Lieferketten (Rainforest Alliance, 4C, Fairtrade) bezieht.
Bei einer Verkostung im sogenannten Musterzimmer konnten sich die BesucherInnen schließlich selbst von der Qualität des in Ketsch produzierten Kaffees überzeugen: Verschiedene Sorten Arabica- und Robusta-Kaffees standen zum Probieren bereit. Das Blending (Mischen) und das Tasting (Verkosten) seien das Herzstück der Produktion, so Körnig: „Hier wird die Qualität durch unsere ExpertInnen gemacht und laufend sichergestellt.“
