Die Grünen Ketsch rufen angesichts der zunehmenden Probleme mit den Bäumen im Gemeindegebiet zu mehr bürgerschaftlichem Engagement auf. Gerade in Zeiten knapper kommunaler Kassen könne die Unterstützung durch Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Beitrag leisten.
Baumspenden sind natürlich zwar sehr willkommen. Ein Baum kostet mit Einrichtung des Baumquartiers zwischen 500€ bis zu 3.000€. Aber auch die langfristige Pflege und Bewässerung muss sichergestellt werden, weshalb weit über die Spende hinausgedacht werden muss.
Ein konkretes Beispiel sind Baumpatenschaften. Bürgerinnen und Bürger können dabei helfen, Bäume in ihrer Umgebung regelmäßig mit Wasser zu versorgen und ihren Zustand im Blick zu behalten. Gerade junge Bäume leiden bei anhaltender Hitze und Trockenheit wie in diesem Sommer besonders schnell unter Wassermangel.
„Die Gemeinde kann nicht jeden Baum nach seinen Bedürfnissen pflegen, Platz schaffen und gießen“, sagt Nikolaus Eberhardt, Sprecher der Grünen Ketsch. „Wenn wir wollen, dass Ketsch ein grüner und lebenswerter Ort bleibt, dann müssen und können wir auch selbst etwas beitragen.“
Eberhardt unterstützt bereits selbst 2 Bäume als Baumpate. Dafür hat er zwei 100-Liter-Wassertanks in seinem Auto und kann damit problemlos mehrere Bäume versorgen.
Die Grünen sehen in Baumpatenschaften nicht nur eine praktische Hilfe, sondern auch eine Möglichkeit, die Verantwortung für das Wohnumfeld gemeinschaftlich wahrzunehmen. Möglich sind außerdem Patenschaften für bestimmte Grünflächen oder Pflanzbeete.
„Eine Baumpatenschaft muss keine große Verpflichtung sein. Schon regelmäßiges Gießen in den heißen Sommermonaten kann einem Baum helfen, gut anzuwachsen“, betont Eberhardt, und ergänzt: „natürlich wünschen wir uns auch darüber hinaus, dass sich Nachbarschaften zusammentun und sich selbst organisieren. Auch bei der Beseitigung des anfallenden Laubes im Herbst.“
Die Grünen Ketsch rufen deshalb zu einer stärkeren Zusammenarbeit der Bürgerschaft mit der Gemeinde auf. Alle Menschen, die Bäume gießen, ohne eine Baumpatenschaft zu haben, mögen sich bitte melden unter: baumundbeet@ketsch.de, damit die Gemeinde einen Überblick bekommt, und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.
Auch wer noch nicht gießt und eine Baumpatenschaften übernehmen will, kann sich gerne melden.
Außerdem könnte ein Verein „Baumfreunde Ketsch“, nach dem Vorbild der Ketscher Schwimmbadfreunde e.V. oder des Central Kino Ketsch e.V. gegründet werden, der in enger Abstimmung mit der Gemeinde die Bäume in Ketsch unterstützt.
Heike Schütz, Sprecherin der Grünen Fraktion meint: „Es ist wichtig, sich bei der Gemeinde als Baumpaten zu registrieren. Nur so kann die Gemeinde für jeden einzelnen Baum eine passende Lösung finden.“
„Ketsch hat viele engagierte Menschen. Dieses Engagement sollten wir nutzen und unterstützen“, sagt auch Gemeinderat Günther Martin, der sich seit vielen Jahren für mehr Bäume engagiert.
„Unsere Bäume sind ein Teil unserer Heimat. Wenn wir wollen, dass sie auch in Zukunft unseren Ort prägen, müssen wir uns gemeinsam um sie kümmern“, schließt Gemeinderätin Birgit Ackermann die Pressemitteilung ab.
